Hast Du schon einmal einen Luftballon aufgeblasen? Wahrscheinlich ja, oder?! Hast Du ihn auch mal so lange aufgeblasen, bis er kurz vorm platzen war? Dann ist er richtig prall und von innen her ist richtig Druck im Kessel. Was passiert, wenn Du dann eine Nadel nimmst und sie in den Ballon reinsteckst? Es gibt einen lauten Knall und der Ballon ist kaputt bzw. geplatzt. Ist es möglich den Ballon unendlich aufzublasen, ohne dass er platzen wird?

Stell Dir vor, Du blässt einen Ballon nur ganz leicht auf, so dass nur sehr wenig Druck im Ballon ist und er ganz weich ist. Was würde passieren, wenn Du nun eine Nadel in den Ballon stechen würdest? Platzt dann der Ballon,oder geht ganz langsam die Luft raus? Wäre es grundsätzlich möglich einen Luftballon wieder zu reparieren bzw. zu flicken, wenn nur eine Einstichtelle im Ballon ist? Natürlich! Kannst Du einen Luftballon reparieren, wenn er geplatzt ist? Nein, natürlich nicht. Es bleibt nur mehr ein Fetzen über.

Warum erzähle ich Dir das bzw. stelle Dir diese Fragen? Nun, unser Geld- und Finanzsystem funktioniert wie ein Luftballon. Wenn das Geld- und Finanzsystem einigermaßen im Gleichgewicht ist, so kann bei einer kleineren Erschütterung im System, wie bei einem nur leicht aufgeblasenem Ballon wo eine Nadel reingestochen wird, relativ einfach gegengelenkt und das Problem „repariert“ werden. Doch seit genau 50 Jahren ist das System völlig aus den Fugen geraten und der Ballon „Geld- und Finanzsystem“ ist inzwischen bis zum bersten mit Luft gefüllt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Bis zum 1. Weltkrieg waren nahezu alle Währungen dieser Welt an Gold gekoppelt bzw. mit Gold gedeckt. Früher sogar mit Silber. Das bedeutete, dass Papiergeld nicht beliebig vermehrt werden konnte, da die Geldmenge immer an der verfügbaren Goldmenge gekoppelt war. Da die Länder im 1. Weltkrieg deutlich mehr Geld benötigten, als ihre Goldvorräte hergaben, wurde der Goldstandard nach dem 1. Weltkrieg weitestgehend aufgelöst. 1944 wurde beim Bretton Woods Abkommen der US$ als Weltleitwährung installiert und ein fixer Wechselkurs zu Gold von 35$ je Goldunze an die anderen Nationen zugesichert.

1971 hat der damalige US-Präsident Nixon einseitig den Vertrag von Bretton Woods aufgekündigt bzw. gebrochen. Hintergrund war die seit den 1950’er Jahren steigende Inflation und Verschuldung, die nicht länger mit Gold gedeckt werden konnte, so dass mehr und mehr Europäer (Staaten) ihr Recht auf Tausch von Dollar in Gold nutzten. Denn der Wert des Dollars sank bereits seit einiger Zeit. Seit dieser Zeit gibt es kein Halten mehr. Geld wurde in schier unvorstellbarer Menge gedruckt und damit stiegen weltweit die Schulden in einem rasanten Tempo an.

Lag der Preis je Goldunze bis 1971 bei 35$, so kostet die Goldunze im April 2021 ca. 1.800$. Der Preis je Unze ist also um den Faktor 51 gestiegen. Nicht weil Gold wertvoller geworden wäre. Auch heute sind es 31,1g Gold je Unze, wie vor 50 Jahren. Das Papiergeld bzw. Fiatmoney ist in den letzen 50 Jahren so wertlos geworden. Heute benötigst Du 51x so viele Dollars wie vor 50 Jahren. Oder anders ausgedrückt: Der Dollar hat seit dem Ende von Bretton Woods gegenüber Gold um 98% an Wert eingebüßt. Der €uro hat seit seiner Einführung etwa 80% an Wert gegenüber Gold verloren.

 Wie Du sehen kannst, ungedecktes Papiergeld ist die deutlich bessere, sicherere und wertvollere Geldanlage ;-))

 

Kommen wir zur Entwicklung der weltweiten Staatsverschuldungen. Hier wirkt die Pandemie wenig überraschend wie ein Brandbeschleuniger. Betrug die Staatsverschuldung in der BRD Ende 2019 noch knapp 1,9 Billionen €, so ist sie seit Beginn der Pandemie bereits um 370 Milliarden € auf 2,26 Billionen € gestiegen. Ein Zuwachs von knapp 20% binnen eines Jahres!

Anmerkung zu obiger Grafik: Die leichte Rückführung der Staatsverschuldung seit 2012 basierte nicht auf einer Rückzahlung von Verbindlichkeiten, sondern der negativen Verzinsung deutscher Staatsanleihen. Deutschland hat bis zum heutigen Tage noch niemals auch nur einen Cent Schulden zurückbezahlt! (Mal von Kriegsschulden abgesehen)

 

Hier ein paar weitere Illustrationen, um dem Wahnsinn der exponentiellen Schuldenexplosion ein Bild zu geben.

Die Entwicklung der Bilanzsumme der EZB:

Seit März 2020 ist die Bilanzsumme der EZB von 4,7 Billionen € auf sagenhafte 7,5 Billionen € gestiegen. Ein PLUS von 60% binnen eines Jahres!!!

 

Die FED hat es gar geschafft in 2020 die US-Staatsverschuldung um 4,5 Billionen $ auf fast unvorstellbare 27,8 Billionen $ zu erhöhen.

 

Entwicklung der Geldmenge M1 in den USA von 03.2020 – 02.2021

Die Geldmenge M1 umfasst sämtliches im Umlauf befindliche Bargeld sowie Girokontoguthaben.

Von knapp 4,3 Billionen auf atemberaubende 18,4 Billionen $ in 12 Monaten. Eine Zunahme, speziell von Januar auf Februar 2021, um 430%!!!

Wir haben eine weltweite exponentielle Zunahme der Verschuldungen und Geldmengenausweitung. Egal ob Staaten, Unternehmen oder Privathaushalte. Diese Entwicklung ist unumkehrbar.

Der Luftballon „Finanzsystem“ ist bis zum Anschlag gefüllt mit Schuldgeld, auch genannt Fiat money. „Es werde Geld.“ Ungedecktes Papiergeld, ohne jedweden Gegenwert. Aus dem Nichts geschöpft. Nichts als heiße Luft! Oder um es mit den Worten von Voltaire zusammenzufassen: „Geld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück = 0.“ 

Nichts in der Natur wächst unendlich und exponentiell, außer Krebs der im Körper Metastasen bildet. Das Ergebnis ist jedem bekannt. Der Patient “Finanzsystem” liegt bereits im Koma und wird nur noch durch das Geldrucken weiter künstlich am Leben erhalten.

Alles das ist ohne Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgen und Konsequenzen durch die Lockdown Maßnahmen. Die Lage der Versicherer und Banken. Die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht. Zunehmende Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, weitere Belastung der sozialen Sicherungssysteme, die Babyboomgeneration welche in den nächsten 10 Jahren in Rente geht und die Sozialsysteme und Staatskassen noch deutlich weiter belasten wird. Die Entwicklung unserer Alterspyramide. Die Migration von Flüchtlingen, welche ebenfalls das System weiter belasten werden. Die Kosten für den Klimawandel. Entstehende Liefer- und Rohstoffengpässe. Damit einhergehende Preisexplosionen. Die Digitalisierung und Automatisierung, die mehr und mehr Arbeitsplätze vernichten wird. Ein möglicher Blackout. Eine mögliche Zinserhöhung, so dass nicht mal mehr die Zinszahlungen bedient werden könnten. Die Blasen am Aktien-, Anleihe-, Derivate-, Immobilien- und Kryptomarkt etc. pp. Alles hängt mit allem zusammen. Nur eines der Dominosteine muss fallen …

Es ist also nicht die Frage, ob der Ballon platzen wird, sondern nur wann und wie!

Und die Geschichte lehrt uns eindrucksvoll, dass immer die, die ihr Vermögen in Geld gehortet hatten nach einem großen Crash vermögensfrei waren.

Die Auswirkungen des Zusammenbruchs werden wesentlich verherrender sein, als es sich die meisten Menschen auch nur ansatzweise vorstellen können.

Es geht hier nicht darum Angst und Panik zu erzeugen, denn davon haben wir leider schon mehr als genug. Das Ziel muss sein, sich ganz nüchtern und sachlich mit den Fakten auseinanderzusetzen, den gesunden Hausverstand zu gebrauchen, Maßnahmen zu ergreifen und so gut es geht sich auf verschiedenste Szenarien vorzubereiten und dann LEBEN. Einfach Leben, genießen, dankbar sein und das Beste aus dem machen, was die Zukunft für uns bereithalten wird.

Wenn Du Dir all das nicht vorstellen kannst, dann stelle Dir folgende Fragen: Was ist vernünftiger und sinnvoller? Dich auf etwas vorzubereiten, dass niemals eintritt, oder das etwas eintritt, auf das Du nicht vorbereitet ist? Was im schlimmsten Fall könnte geschehen, wenn Du Dich vorbereitest und die Katastrophe tritt nicht ein? Und was wenn doch?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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